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MAZ

16   POTSDAMER STADTKURIER / KULTUR                                                      Märkische Allgmeine • Dienstag, 06. August 2002

Kühne Unikate des inneren Seins

„Klangzeichen“ , eine Synthese zwischen Sehen, Hören und Malen in der Historischen Mühle

Eine Ausstellung der besonderen Art hat sich der Sanssouci-Müller und Galerist, Torsten Rüdiger, in seiner Mühle geholt.Vor zunächst kahlen Wänden standen die Besucher, um das Entstehen farbintensiver, geomantischer Kompositionen, "Klangzeichen" genannt, zu erleben. Der Künstler, Hans Ruhoff, 1950 geboren, in Rrottenburg, lebend, wollte nie etwas anderes werden als Maler.
Er lernte privat die tradierte akademische Malerei in Berlin und war dann seit 1968 freischaffend tätig. Als Kunstlehrer in der Erwachsenenbildung erkannte er für sich, dass bei dem Nacheifern großer eine eigene freie Entwicklung ausbleibt und entdeckte 1982 auf einer Reise auf

Ruhoff-Gemälde. Die dynamisch bewegten Gebilde aus reiner Farbe und Licht haben •zweifellos etwas Poetisches.                                          REPRO: MAZ/ CHRISTEL KÖSTER

die Canaren intuitiv seinen neuen, nicht alltäglichen künstlerischen Weg in den "Klangzeichen" , einer Synthese zwischen Sehen, Hören und Malen. Diese Kunstrichtung gehört in das Gebiet der Geomantie, die ein intentsives Leben mit Natur und Schöpfung zur Grundlage hat. Der erste Blick auf die Arbeiten lässt dem Gedanken Feng-Shui aufkommen. Ruhoff sieht sich mit seiner kühnen und spontanen bildnerischen Gestaltung eher als europäischer Zen-Maler. Ruhoffs Kompositionen sind abstrakt. Scheinbar erkennbare Figurationen sind von der Phantasie des Bewtrachters abhängig. Sie entstehen aus der inneren Schwingung eines Mediums, das kann ein Raum, eine Person oder Personengruppe sein, die vom Künstler als seelische Empfindung aufgefangen, zu Papier gebracht werden. Diese "inneren Porträts", die die magische

Kräfte der Farben ausnutzen, intuitiv auch Farben, die den Porträtierten besonders ansprechen, entstehen in wenigen Minuten auf dem Papier. Ruhoff arbeitet mit den drei Grundfarben Blau, Gelb, Rot, die er aus mineralischen und Pflanzlichen Pigmenten auf Wasserbasis und Bindemittel zusammenstellt. Er bezieht die aufwendigen Naturpigmente aus einer Farbenmühle. Ausgehend von wenigen Tropfen der drei Grundtöne, behutsam auf das Papier geträufelt, werden die Farben mit einem kräftigen Papierstreifen, dem Spachtel, in Schwingungen versetzt, für den Zuschauer der Malvorgang vollzogen. Die dynamische bewegten Gebilde aus reiner Farbe und Licht haben zweifellos etwas Poetisches. Bei der Arbeit ertönt klassische Musik. Die möglichen Farbmischungen und Nuancierungen sind dabei nahezu unbegrenzt.

Die eindrucksvollen Farbspiele entstehen aus der Beziehung der einzelnen Farben zueinander sowie der Erfahrungen, aus Stimmungen und Atmosphären. Je nach Spachtelführung entstehen glatte, klare Flächen, plisseeartig gefächerte Partien und scheinbar pastose. Alle Bilderr werden betitelt, Datum und Zeit gehören ebenso dazu, weil persönliche Klangzeichen Bezug zum Horoskop nehmen, wie Ruhoff sagte. Ein persönliches Klangzeichen soll harmonisierend und energetisierend wirken und dazu dienen, den Tag positiv zu beginnen und meditativ zu beenden. Insgesamt schmücken acht großformatige farb und formschöne Arbeiten die erste Etage.                 B.W.

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